Lieber Tierfreund, lieber interessierter Bürger,

vielen Dank für das Interesse an unserer Arbeit.
In den vergangenen Jahren haben wir gute Arbeit geleistet, so manches Tier wurde von uns gehegt,
gepflegt und wir waren auf der Suche nach einem neuen Zuhause für den Vierbeiner.
Das alles war und ist mit enormen Anstrengungen verbunden.
Wir finanzieren uns aus Spendengeldern.
Unsere ehrenamtlichen Mitglieder engagieren sich enorm und zum Teil über ihre Kräfte hinaus.
Niemand fragt, ob Zeit oder Fahrgeld oder Handykosten vergütet werden,
ob man die Futterspende ersetzt bekommt.
Unser Dank ist das Schwanzwedeln des Hundes, der ein Zuhause fand, der dankbare Blick einer Katze,
wenn ihr ein zweites Leben geschenkt wurde.
Wir haben so viel erreicht und auch aufgebaut und investiert,
damit ein Teil der Tiere für uns Menschen als „Krone der Schöpfung“ nicht nur ein verächtliches Kopfschütteln übrig haben muss.
Das alles ist für den Außenstehenden nicht oder nur sehr schwierig zu verstehen.
„Der Tierschutz ist ja da und die machen das schon“. So einfach ist es aber nicht,
es funktioniert nur als Zusammenspiel von Ehrenamt, Tierarzt, Spenden, lieben Leuten,
die bereit sind, einem Tier aus zweiter Hand ein Zuhause zu geben.Wir benötigen dringend mehr aktive Mitglieder, die sch tatkräftig einbringen können.


Was, wenn uns das nicht gelingen sollte?
Um genau zu sein: Alles was bisher relativ gut gelang, wird nicht mehr funktionieren!
Nur eine der Folgen wird sein, das ist sicher noch nicht jedem bewusst,
dass zum Beispiel die Katzenpopulation zunehmen und dann wieder zur Gefahr und Plage wird, zu viele Streuner tragen Krankheiten umher, sind eine Gefahr für die Vögel, verursachen Verkehrsunfälle …

Außerdem: wie sollen wir dem Tier erklären: „ Sorry, Du bist leider zur falschen Zeit am falschen Ort,
wir können Dir nicht helfen“. Ungewiß, welches Schicksal diese Tiere dann erleiden müssen.
Wir pflegen auch kranke und alte Tiere, was sollen wir denen sagen?


Oder: Diese Fotos von glücklich vermittelten Vierbeinern wird es dann nicht mehr geben:
   

Für Leute die jetzt meinen „Früher war es doch auch nicht so mit dem Tierschutz
haben wir nur Kopfschütteln übrig.
Oder fahren Sie noch Trabi? Haben Sie ein Schnurlostelefon oder gar ein Handy, Computer, Flachbild-TV? Aha, da geht man mit der Zeit, aber Tierschutz …

Wir appellieren eindringlich an alle interessierten Bürger, aber und vorrangig an die Politik:
Handeln Sie! - Jetzt !

Ja, wir wissen, dass es Zeiten knapper Kassen sind, aber gerade auch Tierschutz ist wichtig!
Wir sind nicht bereit, einfach so aufzugeben, im Namen der notleidenden Tiere:
Helfen Sie uns, damit wir den Tieren helfen können !

Mit Spenden und Hilfe allein ist es nicht getan, wir benötigen unbedingt die fachkompetenten
Mitarbeiter vor Ort, denn auch am Wochenende und an den Feiertagen müssen die Tiere versorgt werden.
Wir bitten Sie: Zeigen Sie der Welt, dass Genthin nicht nur die Perle am Kanal ist,
sondern auch eine Stadt mit Zukunft für Vierbeiner!
Wer bereit ist, sich aufopfernd einzubringen, ist sehr willkommen.

Wir würden uns sehr über aktive Mitglieder freuen, die bereit sind,
auch mal ein Wochenende zu opfern,
sie müssen aber nicht nur tierlieb sein,
sondern auch den Umgang mit Tieren nicht scheuen,
mit Herz und vor allem Sachverstand bei der Sache sein.

 

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Aufmerksamkeit.


"... Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen,
wie sie ihre Tiere behandeln. ..."

Mahatma Gandhi

 

Noch ein Hinweis in eigener Sache:

Wir können leider nicht allen helfen, so gern wir das wollten.
Deswegen müssen wir auch leider manche Aufnahmen ablehnen.
So mancher fragt sich dann: "Was ist das denn dann für ein Tierschutz?" "Dafür seid ihr doch da."-
Sind wir eigentlich nicht, wir sind ein Verein, der andere Aufgaben hat, wir sind kein Tierheim!

Warum können wir nicht alle Tiere aufnehmen?
Nun, wer nicht die Hintergründe und Zusammenhänge erkennt, handelt schnell ungerecht.

Jetzt stellen Sie sich mal vor, es gab zum Beispiel an einem Tag drei Anrufe,
wir können die Katzenmama mit den Babykatzen abholen, die ist zugelaufen
und hat ihre Jungen da zur Welt gebracht, aber gehört keinem.

Erst einmal ist es sehr lobenswert, dass man sich kümmert.
Dann sieht man sich natürlich "im Regen stehen gelassen", wenn wir da ablehnen müssen.
Als Verein leben wir nur von Spenden und Mitgliedsbeiträgen.
Gehen Sie zum Tierarzt Ihres Vertrauens und fragen bitte mal nach,
was denn 15 Katzenbabys kosten würden, zwei mal entwurmen, Impfungen, einige gegen den Schnupfen behandeln und den Durchfall, den sie meist haben und die 3 Mutterkatzen dann später kastrieren.
Und vergessen Sie nicht, nach "Mengenrabatt" zu fragen.
Trotzdem sind allein dafür knappe 600,- Euro weg. - Allein für diese Anrufe nur an einem Tag!
Fressen wollen die Katzen auch und Katzenstreu geht auch rasch zur Neige.

Das allein ist aber nicht der Grund, es spielen noch viele weitere Dinge eine Rolle,
zB. fehlendes Personal und fehlender Raum, denn ein krankes Tier kann den Bestand gefährden.
Wir möchten ja auch nur gesunde Tiere vermitteln.
Wenn sich zum Beispiel nicht mit den Babys beschäftigt wird, werden sie menschenscheu und an eine Vermittlung ist dann gar nicht mehr zu denken.

"Aber Ihr verkauft ja auch die Tiere" -
 Schutzgebühr bei einer Katze 70,- Euro,
allein die Kastration bei einer Katze liegt bei 80,-/ 90,- Euro, also verdienen wir nichts daran!
siehe auch:

Schutzgebühr - warum?
"Aber die 2000,- Euro, die die Stadt angekündigt hat?" -
Diese sind zweckgebunden nur für den Einsatz, wilde Streuner einzufangen,
zu kastrieren und wieder
an den Plätzen auszusetzen,
um noch mehr Katzenelend einzudämmen. (das reicht nicht einmal für 25 Kätzinnen).

Sie sehen, es nicht alles so einfach, wie es ausschaut.
So gern wir auch helfen möchten, leider ist aufgrund der Unmenge es nicht möglich, allen zu helfen.
Dazu ist von Seiten der Öffentlichkeit zu wenig Interesse zu diesem Thema vorhanden.
Es wäre sehr sehr wünschenswert, wenn hier auch mehr Eigeninitiative ergriffen würde,
wie es einige Einwohner vorleben. Diesen Mitmenschen danken wir hier ausdrücklich.
Wir kommen uns manchmal vor, als kämpfen wir gegen Windmühlen.
Gegen Unvernunft und Gleichgütigkeit
.
Wir befürworten eine Kastrationspflicht der Halter für ihre Katzen.
Es in der heutigen Zeit einfach zu leicht, sich ein Tier anzuschaffen
und wenn es dann nicht mehr niedlich ist, wird es "entsorgt".
Ebenso sollten die Strafen für Tierschänder und Leute die,
ihre Tiere nicht artgerecht versorgen extrem verschärft werden.

 

 

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